Bericht vom Samsamturnier in Klimmen

Für sechs Brander Nachwuchsspieler startete der Turnierkalender 2018 mit dem Samsamturnier in Klimmen, NL. Gleich drei Brander starteten in der höchsten Altersklasse U20, in der es um für Jugendturniere außergewöhnlich hohe Geldpreise ging, was durch starke Sponsorengelder ermöglicht wird und ein paar starke Spieler anlockt.

Jan R. und Lena hatten in diesem Turnier leider nur wenige Chancen und belegten am Ende die letzten beiden Plätze, wobei die ein oder andere Niederlage unnötig war. Leonardo zeigte unterdessen, was er bei Aufwärts gelernt hat und durfte sich am Ende nach einem Sieg gegen Seibt und einem Remis gegen FM Baltic über einen geteilten zweiten Platz freuen.

Blick in den Turniersaal

In der U16, in der es ebenfalls um Geldpreise ging, gab es leider keine Brander Teilnehmer. Sieger der U16 und auch des gesamten Turnieres (U20 und U16 wurden zusammengelegt) wzrde FM Baltic (SG Bochum). Bester Spieler der U20 war Borna MohammadiNia (Aufwärts Aachen).

Die U14 und die U12 spielten ebenfalls ein gemeinsames Turnier. Hier traten Nils (U14) und Lukas (U12) für Brand an, wobei Lukas zu den Mitfavoriten gezählt werden durfte. Zunächst lief es aber besonders für Nils sehr gut, der nach fünf Runden bereits vier Punkte auf dem Konto hatte und die eine Niederlage mehr als ärgerlich war, da er eine überlegene Stellung mit Dame gegen Turm wegen eines "Fingerfehlers" verpatzte. Nach der sechsten Runde lag Nils noch auf Rang 3, aber auch in der letzten Runde fehlte ihm ein Quäntchen Glück, sodass er am Ende mit vier Punkten den undankbaren vierten Platz belegte.

Lukas hatte derweil viel Pech und einen unsportlichen Gegner. Nach einem guten Start lag er nach der Hälfte des Turniers auf Rang 1, musste seine Führung aber nach einer knappen Niederlage gegen Favoritin Baltic (die Schwester von FM Baltic) an sie abgeben. Baltic stand klar auf Gewinn gegen Lukas, aber hatte nur noch wenige Sekunden Zeit, während Lukas noch knapp zwei Minuten hatte. Mit ein bisschen mehr Widerstand hätte er die Partie über die Zeit gebracht und gewonnen, stattdessen führten ein paar ungenaue Züge zum Matt neun Sekunden vor Ablauf ihrer Zeit. In der letzten Runde ging es gegen einen alten Bekannten um Platz 2 in der U12. Lukas stand nach einigen Zügen deutlich besser, schenkte dem Gegner aber eine gewonnene Figur zurück und konnte sich aber im Laufe der Begegnung erneut ein deutliches materielles Übergewicht erspielen. Auch auf der Uhr hatte Lukas klaren Vorteil. Allerdings hatte Kauschanski im Gegensatz zu Lukas die missliche Lage mit seiner Bedenkzeit erkannt und begann zu blitzen, was die Uhr hergab. Dabei nahm er durch Drücken mit der falschen Hand und Drücken bevor Lukas überhaupt gezogen hat soviel Zeit von der Uhr, bis Lukas' Zeit eine Sekunde vor seiner eigenen abgelaufen war. Da Lukas ihm immerhin alles Material abgenommen hatte, endete die Partie Remis, was allerdings für Kauschanski zu Platz 2 und für Lukas "nur" zu Platz 3 reichte. Diese Zeitnotsituationen, die auf internationalem Niveau durch eine Aufschlagsregelung bei der Bedenkzeit gar nicht mehr vorkommen, sind sehr schwer zu beurteilen, aber ein guter Schiedsrichter hätte hier eingreifen müssen.

David rechts im Bild

Zum Schluss zu unserem jüngsten Brander Nachwuchsspieler. Bei diesem Turnier gab es die Altersklassen U10, U9, U8 und U7, die alle gemeinsam in einer Gruppe von 21 Teilnehmern spielten. David war der einzige U8er und bekam somit für den 18. Platz in der Gruppe den Siegerpokal für die U8. Mit 2,5 Punkten aus sieben Spielen erreichte er beinahe 50%, die durchaus möglich gewesen wären, denn einmal hatte er die Chance, den Gegner, der nur noch einen König hatte, mit Dame und Turm mattzusetzen, doch David ließ sich von der Uhr unter Druck setzen und es wurde Remis. Auch das Reklamieren von unmöglichen Zügen muss er noch lernen, doch insgesamt spielte er ein hervorragendes Turnier und zeigte als einer der jüngsten Teilnehmer im gesamten Turnier, dass er viel Talent hat.

v.l.n.r.: Lukas, Nils, Lena, David (vorne), Jan R., Leonardo

Tabellen


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